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Content-Plan für kleine Betriebe: 12 Monate Inhalte ohne Stress

Wer Inhalte nur macht, wenn gerade Zeit ist, macht meist keine. Ein einfacher Jahresplan sorgt dafür, dass regelmäßig etwas erscheint – ohne dass es zur Last wird.

5 Min. LesezeitFür: Inhaber kleiner BetriebeStand 2026-10

Auf einen Blick

  • Ein Content-Plan legt fest, was wann auf welchem Kanal erscheint – mehr nicht.
  • Die besten Themen liefern Ihre Kunden: häufige Fragen, Saison, Projekte.
  • Ein realistischer Rhythmus ist besser als ein ehrgeiziger, der nach zwei Monaten abbricht.
  • Ein Thema lässt sich mehrfach nutzen: als Artikel, Kurzvideo und Google-Beitrag.

Was ist ein Content-Plan – und warum hilft er?

Ein Content-Plan ist eine einfache Liste: Welches Thema erscheint in welchem Monat auf welchem Kanal, und wer kümmert sich darum? Dafür brauchen Sie keine Software. Eine Tabelle oder ein Wandkalender reicht.

Der Plan hilft aus drei Gründen:

  • Sie müssen nicht jedes Mal neu überlegen, worüber Sie schreiben oder was Sie filmen.
  • Saisonale Themen kommen rechtzeitig, etwa die Heizungswartung vor dem Winter statt im Dezember.
  • Zuständigkeiten sind klar. Niemand wartet darauf, dass ein anderer anfängt.

Woher kommen die Themen?

Sie haben mehr Themen, als Sie denken. Gute Quellen:

  • Häufige Kundenfragen: Sammeln Sie vier Wochen lang jede Frage, die am Telefon oder im Laden gestellt wird.
  • Die Saison: Was beschäftigt Ihre Kunden in welchem Monat? Reifenwechsel, Gartenpflege, Jahresabschluss, Urlaubszeit.
  • Abgeschlossene Projekte: Mit Einverständnis des Kunden zeigen Sie, was Sie gemacht haben und warum.
  • Ihr Team: Neue Mitarbeiter, Auszubildende, Weiterbildungen, Jubiläen.
  • Änderungen: Neue Öffnungszeiten, neue Leistungen, neue Regeln, die Ihre Kunden betreffen.

Google empfiehlt, Inhalte in erster Linie für Menschen zu erstellen und eigene Erfahrung einzubringen. Genau das können Betriebe gut: Sie wissen aus der Praxis, was Kunden wirklich wissen wollen.

Welche Kanäle und welcher Rhythmus sind realistisch?

Wählen Sie wenige Kanäle und bleiben Sie dabei. Für die meisten kleinen Betriebe reicht diese Kombination:

  • Website: ein Ratgeber-Artikel oder eine aktualisierte Leistungsseite pro Monat oder Quartal.
  • Google-Unternehmensprofil: Beiträge mit Neuigkeiten, Angeboten oder Veranstaltungen. Laut Google werden Beiträge, die älter als sechs Monate sind, archiviert, sofern kein Zeitraum festgelegt wurde. Regelmäßige neue Beiträge halten das Profil aktuell.
  • Ein Social-Media-Kanal: wenn Sie dafür Zeit haben, etwa ein Kurzvideo alle ein bis zwei Wochen.

Fangen Sie lieber klein an. Ein Beitrag pro Monat, der zuverlässig erscheint, bringt mehr als ein Plan mit drei Beiträgen pro Woche, der im Februar aufgegeben wird.

Überlegen Sie auch, wer welche Aufgabe übernimmt. Oft ist es sinnvoll, die Arbeit aufzuteilen: Eine Person sammelt Fotos und Ideen aus dem Alltag, eine andere schreibt die Texte und veröffentlicht sie. Wichtig ist, dass am Ende jemand verantwortlich ist und nachhält, ob der Plan eingehalten wird.

Ein weiterer Tipp: Legen Sie fest, welche Inhalte vor der Veröffentlichung geprüft werden müssen. Fotos mit Mitarbeitern brauchen deren Einwilligung, Projektfotos das Einverständnis des Kunden, Aussagen zu Preisen, Fristen oder Förderungen eine fachliche Kontrolle. Wenn diese Prüfung fest im Ablauf steht, gibt es später keine unangenehmen Überraschungen.

Schließlich hilft ein einfacher Themenspeicher: eine Liste, in die jeder im Team Ideen eintragen kann, sobald sie entstehen. So geht keine Kundenfrage verloren, und die monatliche Planung wird kürzer.

Vorlage: 12 Monate am Beispiel eines Handwerksbetriebs

Die folgende Tabelle ist ein Beispiel für einen Sanitär- und Heizungsbetrieb. Passen Sie die Themen an Ihre Branche an.

MonatHauptthemaWebsiteGoogle-Beitrag / Kurzvideo
JanuarRückblick und AusblickLeistungsseiten prüfen und aktualisierenTeam stellt sich vor
FebruarBadplanungArtikel: So läuft eine Badsanierung abVorher-nachher eines Bades
MärzFrühjahrscheckHäufige Fragen zum WasserdruckTipp: Außenwasserhahn nach dem Frost prüfen
AprilAusbildungKarriereseite aktualisierenAzubi zeigt seinen Arbeitstag
MaiBarrierearmes BadArtikel: Was eine bodengleiche Dusche brauchtProjektbeispiel
JuniUrlaubszeitHinweis zu Notdienst und BetriebsferienTipp: Wasser abstellen vor dem Urlaub
JuliWerkstatt-EinblickÜber-uns-Seite mit neuen FotosWerkzeug oder Arbeitsschritt erklärt
AugustHeizungswartungArtikel: Warum Wartung vor dem Winter sinnvoll istTerminhinweis Wartung
SeptemberNeue AzubisKarriereseite: Erfahrungen der AzubisBegrüßung der neuen Auszubildenden
OktoberHeizung startklarHäufige Fragen: Heizung wird nicht warmKurzvideo: Heizkörper entlüften
NovemberHeizungsmodernisierungArtikel: Ablauf einer BeratungProjektbeispiel
DezemberJahresendeÖffnungszeiten an den FeiertagenDank an Kunden und Team

Wie wird aus einem Thema mehr als ein Beitrag?

Der größte Zeitgewinn: Ein Thema mehrfach nutzen. Aus dem Thema „Heizung entlüften“ entstehen zum Beispiel:

  1. ein kurzer Ratgeber-Abschnitt auf der Website,
  2. ein 30-Sekunden-Video, das den Handgriff zeigt,
  3. ein Google-Beitrag mit Foto und Link zur Website,
  4. eine Antwort, die Ihr Team am Telefon per Link verschicken kann.

Drehen Sie Videos und machen Sie Fotos, wenn die Arbeit ohnehin stattfindet. Ein Projekt im März liefert Material für mehrere Monate.

So füllen Sie die Vorlage für Ihre Branche

Die Tabelle oben ist ein Beispiel für einen Sanitär- und Heizungsbetrieb. Für Ihre Branche gehen Sie in vier Schritten vor:

  1. Saison notieren: Schreiben Sie zu jedem Monat, was Ihre Kunden gerade beschäftigt. Eine Kfz-Werkstatt denkt an Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst, ein Steuerberater an Abgabefristen und den Jahresabschluss, ein Garten- und Landschaftsbauer an Pflanzzeiten und Winterschutz.
  2. Feste Termine eintragen: Betriebsferien, Jubiläen, Tage der offenen Tür, Ausbildungsbeginn, Messen in der Region.
  3. Fragen zuordnen: Verteilen Sie die gesammelten Kundenfragen auf die Monate, in denen sie am häufigsten gestellt werden.
  4. Lücken füllen: Für ruhige Monate eignen sich zeitlose Themen: Teamvorstellungen, Einblicke in die Arbeit, Projektbeispiele.

Einige Beispiele, wie das in anderen Branchen aussehen kann:

  • Friseur: Hochzeitssaison im Frühjahr, Pflegetipps für Sommerhaar, Termine vor den Feiertagen rechtzeitig buchen.
  • Physiotherapie: Rückentraining nach dem Winter, Tipps für Gartenarbeit ohne Schmerzen, Ablauf einer Verordnung erklärt.
  • Restaurant: Spargel- oder Wildzeit, Feiern im Dezember planen, Mittagstisch vorstellen.
  • Steuerkanzlei: Unterlagen für die Steuererklärung, Fristen, Belege digital sammeln.

Achten Sie bei rechtlich sensiblen Themen darauf, dass die Inhalte stimmen. Ein Hinweis zu Fristen oder Förderungen muss zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell sein. Notieren Sie im Plan, welche Beiträge regelmäßig überprüft werden müssen.

Wichtig: Der Plan ist ein Werkzeug, kein Vertrag. Wenn ein Projekt besonders gut gelungen ist oder sich etwas Wichtiges ändert, dürfen Sie Themen tauschen. Entscheidend ist, dass überhaupt regelmäßig etwas erscheint.

Wie behalten Sie den Plan im Alltag bei?

  • Fester Termin: Einmal im Monat eine Stunde für Inhalte im Kalender blocken.
  • Eine zuständige Person: Sie muss nicht alles selbst machen, aber nachhalten.
  • Vorrat anlegen: In ruhigen Wochen zwei oder drei Beiträge vorbereiten.
  • Nicht zu perfekt: Ein ehrlicher Beitrag mit Handyfoto ist besser als keiner.
  • Einmal im Quartal prüfen: Welche Themen kamen gut an? Welche Fragen sind neu?

Wenn Ihnen trotz Plan die Zeit fehlt: Mit dem Content-Abo von ZEIGWERK erhalten Sie regelmäßig kurze Videos, Ratgeber-Artikel und Google-Beiträge zu einem festen Monatspreis, der sich nach dem Umfang richtet.

Checkliste

  • Vier Wochen lang Kundenfragen gesammelt
  • Saisonale Themen der Branche notiert
  • Maximal zwei bis drei Kanäle ausgewählt
  • Realistischen Rhythmus festgelegt
  • Zuständige Person bestimmt
  • 12-Monats-Tabelle ausgefüllt
  • Monatlichen Termin für Inhalte im Kalender eingetragen
  • Einverständnis von Kunden für Projektbeispiele eingeholt

Häufige Fragen

Wie viele Beiträge pro Monat sind nötig?

Es gibt keine feste Zahl. Wichtiger ist, dass Sie den Rhythmus halten können. Für viele kleine Betriebe ist ein Website-Inhalt und ein bis zwei Google-Beiträge pro Monat ein guter Start.

Brauche ich dafür eine spezielle Software?

Nein. Eine Tabelle, ein geteilter Kalender oder ein Blatt Papier an der Wand reichen völlig. Wichtig ist, dass alle Beteiligten den Plan sehen.

Was mache ich, wenn ein Monat ausfällt?

Nicht nachholen, sondern einfach im nächsten Monat weitermachen. Ein ausgefallener Monat ist kein Grund, den Plan aufzugeben.

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand 2026-10.

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