Auf einen Blick
- Bei einer Website kaufen Betriebe oft etwas, das sie vorher nicht gesehen haben.
- Ein Entwurf vor dem Auftrag macht Gestaltung, Struktur und Tonfall greifbar.
- Ein Entwurf ist kein fertiges Produkt: Inhalte, Fotos und Details werden danach gemeinsam ergänzt.
- Unabhängig vom Anbieter sollten Sie vorher klären: Kosten, Leistungsumfang, Rechte, laufende Kosten und Kündigung.
Das Problem: Kaufen, ohne zu sehen
Bei den meisten Anschaffungen sehen Sie vorher, was Sie bekommen: Ein Fahrzeug fahren Sie zur Probe, ein Möbelstück sehen Sie im Laden. Bei einer Website ist das oft anders. Sie bekommen ein Angebot mit Seitenzahlen und Fachbegriffen, vielleicht ein paar Referenzen anderer Kunden – und müssen entscheiden, ohne zu wissen, wie Ihre eigene Website aussehen wird.
Erst nach der Beauftragung beginnt die Gestaltung. Gefällt Ihnen der erste Entwurf nicht, folgen Korrekturschleifen. Im ungünstigen Fall ist der Auftrag erteilt, und das Ergebnis passt trotzdem nicht zu Ihrem Betrieb.
Was ein Entwurf vor dem Auftrag leistet
Ein Entwurf vor dem Auftrag ist eine erste, sichtbare Fassung Ihrer neuen Website. Sie sehen daran:
- Gestaltung: Farben, Schriften, Bildsprache – passt das zu Ihrem Betrieb?
- Struktur: Welche Seiten gibt es, wie finden Besucher Leistungen und Kontakt?
- Tonfall: Klingen die Texte nach Ihnen?
- Darstellung auf dem Handy: Wie sieht die Seite auf dem Smartphone aus, mit dem viele Kunden suchen?
Sie können den Entwurf mit Ihrem Team besprechen, mit der alten Website vergleichen und gezielt sagen, was Ihnen fehlt. Das ist eine bessere Entscheidungsgrundlage als eine Beschreibung auf Papier.
Ein Entwurf macht außerdem Gespräche einfacher. Viele Inhaber wissen genau, was ihnen nicht gefällt, wenn sie es sehen, können es aber vorher schwer beschreiben. Mit einem konkreten Entwurf auf dem Bildschirm genügt oft ein Satz wie „Die Leistungen müssen weiter nach oben“ oder „Die Farben sind uns zu kühl“. Das spart Abstimmungsrunden und Missverständnisse.
So funktioniert der Vorab-Entwurf bei ZEIGWERK
ZEIGWERK arbeitet nach dem Grundsatz „Erst sehen. Dann entscheiden.“ Der Ablauf:
- Öffentliche Inhalte sammeln: ZEIGWERK nutzt, was über Ihren Betrieb bereits öffentlich ist – Ihre bisherige Website, Ihr Google-Unternehmensprofil und Ihre Google-Bewertungen.
- Entwurf bauen: Daraus entsteht ein Entwurf Ihrer neuen Website.
- Ansehen: Sie sehen sich den fertigen Entwurf an.
- Entscheiden: Gefällt er Ihnen, besprechen Sie die nächsten Schritte. Wenn nicht, entstehen Ihnen keine Kosten.
Der Vorab-Entwurf ist kostenlos und unverbindlich. Wenn Sie beauftragen, gelten feste Preise: Website Starter 690 € (bis 5 Seiten) oder Website Business 1.290 € (bis 12 Seiten), jeweils netto und einmalig. Bezahlt wird erst nach Ihrer Freigabe. Hosting und Pflege sind separat ab 29 € im Monat möglich und monatlich kündbar.
Was ein Vorab-Entwurf nicht ist
Ehrlich gesagt hat ein Entwurf auch Grenzen:
- Er basiert auf öffentlichen Inhalten. Was nicht online steht – neue Leistungen, interne Abläufe, aktuelle Fotos – fehlt zunächst. Das wird nach dem Auftrag gemeinsam ergänzt.
- Er ist nicht fertig. Texte werden geprüft und angepasst, rechtliche Seiten wie Impressum und Datenschutzerklärung mit Ihren Angaben vervollständigt.
- Er ist keine Garantie für Ergebnisse. Ein guter Entwurf zeigt eine gute Website. Wie viele Anfragen sie bringt, hängt von vielen Faktoren ab.
Website-Aufträge sind häufig als Werkvertrag ausgestaltet: Nach § 631 BGB schuldet der Auftraggeber die vereinbarte Vergütung für das vereinbarte Werk. Klären Sie bei jedem Anbieter, der etwas „kostenlos“ vorab macht, ob das wirklich ohne Verpflichtung ist. Nach § 632 Abs. 3 BGB ist ein Kostenanschlag im Zweifel nicht zu vergüten – eine abweichende Vereinbarung ist aber möglich.
Fragen, die Sie jeder Agentur stellen sollten
Egal, ob mit oder ohne Vorab-Entwurf – diese Fragen helfen beim Vergleich:
- Was genau ist im Preis enthalten? Anzahl der Seiten, Texte, Fotos, Formulare, rechtliche Seiten, Einrichtung des Google-Profils.
- Wie viele Korrekturschleifen gibt es? Und was kosten weitere Änderungen?
- Wann wird bezahlt? Vorab, in Raten oder nach Freigabe?
- Welche laufenden Kosten fallen an? Hosting, Domain, Pflege, Lizenzen – monatlich oder jährlich?
- Wie lange ist die Vertragslaufzeit, und wie wird gekündigt?
- Wem gehören Domain, Inhalte und Zugangsdaten? Können Sie bei einem Wechsel alles mitnehmen?
- Kann ich die Website selbst ändern? Etwa Öffnungszeiten oder Neuigkeiten.
- Woher stammen die Bilder, und sind die Lizenzen auf Sie übertragbar?
Lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben, am besten im Angebot.
Wie Sie einen Entwurf sinnvoll bewerten
Ein Entwurf hilft nur, wenn Sie ihn mit klarem Blick ansehen. Gefallen ist ein guter Anfang, aber nicht das einzige Kriterium. Diese Fragen helfen bei der Bewertung:
- Verstehe ich in wenigen Sekunden, was der Betrieb anbietet? Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Kunde, der Sie noch nicht kennt.
- Finde ich schnell Telefonnummer und Kontaktmöglichkeit? Besonders auf dem Handy.
- Stimmen die Inhalte? Leistungen, Öffnungszeiten, Einsatzgebiet – ein Entwurf aus öffentlichen Quellen übernimmt auch veraltete Angaben. Notieren Sie, was korrigiert werden muss.
- Passt die Gestaltung zu meinem Betrieb? Eine Kanzlei braucht eine andere Wirkung als ein Café.
- Fehlen wichtige Seiten? Etwa eine Karriereseite, Preisinformationen oder ein Bereich für häufige Fragen.
- Wie wirken die Bilder? Wo braucht es eigene, aktuelle Fotos?
Zeigen Sie den Entwurf auch Mitarbeitern und, wenn möglich, einem Stammkunden. Andere sehen oft Dinge, die Ihnen nicht auffallen, weil Sie Ihren Betrieb zu gut kennen.
Vergleichen Sie den Entwurf außerdem mit Ihrer bisherigen Website: Was ist besser geworden? Was hat Ihnen an der alten Seite gefallen und sollte erhalten bleiben? Gute Inhalte der alten Website, etwa bewährte Texte oder beliebte Bilder, können auch in die neue übernommen werden.
Schreiben Sie Ihre Anmerkungen als Liste auf. Das macht das anschließende Gespräch kürzer und konkreter. Sie müssen keine Gestaltungsvorschläge machen; es reicht zu sagen, was Sie stört oder was Ihnen fehlt.
Wenn Sie mehrere Anbieter vergleichen, achten Sie darauf, Gleiches mit Gleichem zu vergleichen: Seitenzahl, enthaltene Texte, rechtliche Seiten und laufende Kosten sollten in allen Angeboten nachvollziehbar sein.
Woran Sie einen fairen Ablauf erkennen
- Preise stehen fest, bevor Sie zusagen.
- Sie sehen frühzeitig etwas Konkretes, nicht nur Beschreibungen.
- Laufende Kosten sind von den einmaligen Kosten klar getrennt.
- Lange Mindestlaufzeiten werden offen genannt, nicht im Kleingedruckten versteckt.
- Domain und Inhalte gehören Ihnen.
- Niemand verspricht Ihnen Platz 1 bei Google.
Diese Punkte gelten für jede Agentur. Ein Vorab-Entwurf ist eine Möglichkeit, Unsicherheit zu verringern – nicht die einzige.
Checkliste
- Ziele der neuen Website notiert
- Entwurf mit dem Team angesehen und besprochen
- Fehlende Inhalte und Fotos notiert
- Leistungsumfang und Korrekturschleifen schriftlich geklärt
- Zahlungszeitpunkt geklärt
- Laufende Kosten und Kündigungsfristen geklärt
- Eigentum an Domain, Inhalten und Zugängen geklärt
- Unverbindlichkeit des Entwurfs bestätigt
Häufige Fragen
Warum ist der Vorab-Entwurf bei ZEIGWERK kostenlos?
Weil Sie so ohne Risiko sehen können, wie Ihre Website aussehen könnte. Der Entwurf entsteht aus Inhalten, die bereits öffentlich sind. Wenn er Ihnen nicht gefällt, entstehen keine Kosten.
Welche Daten nutzt ZEIGWERK für den Entwurf?
Nur Inhalte, die bereits öffentlich sind: Ihre bisherige Website, Ihr Google-Unternehmensprofil und Ihre Google-Bewertungen.
Bin ich nach dem Entwurf zu irgendetwas verpflichtet?
Nein. Der Vorab-Entwurf ist unverbindlich. Ein Auftrag entsteht erst, wenn Sie sich ausdrücklich dafür entscheiden.
Was passiert, wenn mir der Entwurf grundsätzlich gefällt, aber Details nicht?
Dann besprechen Sie die Änderungen. Gestaltung, Texte und Struktur werden nach dem Auftrag gemeinsam angepasst und ergänzt, bevor die Website online geht.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand 2026-10.