Auf einen Blick
- Die Domain ist Ihre Adresse im Internet, das Hosting der Speicherplatz für die Website.
- Die E-Mail-Adresse hängt an der Domain, die Postfächer liegen bei einem E-Mail-Anbieter.
- Die Domain sollte immer auf Ihren Betrieb registriert sein.
- Bei einem Wechsel müssen Website, Domain und E-Mail gemeinsam geplant werden.
Was ist eine Domain?
Die Domain ist die Adresse, unter der Ihre Website erreichbar ist, zum Beispiel malerbetrieb-mustermann.de. Man kann sie mit einem Hausschild vergleichen: Sie sagt, wo man Sie findet, ist aber nicht das Haus selbst.
Für Domains mit der Endung .de ist in Deutschland die DENIC zuständig. In der Praxis registrieren die meisten Betriebe ihre Domain über einen Anbieter, etwa ihren Hosting-Anbieter oder ihre Agentur. DENIC bietet mit DENICdirect zwar auch eine direkte Registrierung an, dort gibt es aber weder Speicherplatz noch E-Mail-Postfächer. Die Preise legt der jeweilige Anbieter fest.
Wichtig zu wissen:
- Wer zuerst kommt: Domains werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
- Inhaber: Laut DENIC besteht der Vertrag über die Domain zwischen dem Inhaber und DENIC, egal über welchen Anbieter registriert wird. Tragen Sie deshalb Ihren Betrieb als Inhaber ein, nicht Ihren Webdesigner.
- Daten aktuell halten: DENIC schreibt den Inhaber in bestimmten Fällen an die hinterlegte Adresse an. Ist diese veraltet, kann im schlimmsten Fall die Domain verloren gehen.
Wählen Sie eine Domain, die kurz, gut zu buchstabieren und am Telefon eindeutig ist. Umlaute sind technisch möglich, werden aber oft falsch eingetippt. Viele Betriebe nutzen deshalb ae, oe und ue.
Was ist Hosting?
Hosting ist der Speicherplatz auf einem Server, auf dem die Dateien Ihrer Website liegen. Wenn jemand Ihre Domain aufruft, liefert dieser Server die Seiten aus. Um im Bild zu bleiben: Die Domain ist das Hausschild, das Hosting ist das Haus.
Es gibt verschiedene Formen:
- Webhosting (Shared Hosting): Viele Websites teilen sich einen Server. Günstig und für die meisten kleinen Betriebe ausreichend.
- Managed Hosting: Ein Dienstleister kümmert sich zusätzlich um Updates, Sicherheit und Backups.
- Baukasten-Hosting: Bei Baukästen ist das Hosting fest eingebaut und nicht vom Werkzeug trennbar.
Achten Sie beim Hosting auf:
- Serverstandort in der EU, das vereinfacht den Datenschutz.
- Verschlüsselte Verbindung (https) inklusive.
- Regelmäßige Datensicherungen.
- Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, denn der Anbieter verarbeitet in Ihrem Auftrag Daten, etwa Server-Protokolle oder Formulareingaben.
- Erreichbaren Support, wenn etwas nicht funktioniert.
Ein Beispiel: Eine kleine Steuerkanzlei mit Kontaktformular und einigen Unterseiten kommt mit einfachem Webhosting gut aus. Ein Hotel mit Buchungssystem und vielen Bildern braucht dagegen mehr Leistung und vor allem verlässliche Erreichbarkeit, denn jede Stunde Ausfall kann eine verpasste Buchung bedeuten. Fragen Sie Ihren Anbieter, wie Ausfälle gemeldet werden und wie schnell eine Sicherung wiederhergestellt werden kann.
Wie hängt die E-Mail-Adresse an der Domain?
Eine Adresse wie info@malerbetrieb-mustermann.de nutzt Ihre Domain. Damit E-Mails ankommen, muss in den Einstellungen der Domain hinterlegt sein, welcher Server die Post annimmt. Das sind sogenannte DNS-Einträge.
Die Postfächer selbst können an verschiedenen Orten liegen:
- beim selben Anbieter wie das Hosting, oft im Paket enthalten,
- bei einem spezialisierten E-Mail-Anbieter,
- bei einem Anbieter von Büro-Software, der E-Mail mit Kalender und Dokumenten verbindet.
Für Betriebe hat eine eigene Domain-Adresse klare Vorteile gegenüber einer Freemail-Adresse: Sie wirkt professioneller, ist an den Betrieb gebunden und bleibt erhalten, wenn ein Mitarbeiter geht. Legen Sie neben persönlichen Adressen auch Funktionsadressen wie info@ oder termine@ an, damit Anfragen nicht in einem einzelnen Postfach hängen bleiben.
Ein Hinweis zur Sicherheit: Schützen Sie die Zugänge zu Postfächern und Domain-Verwaltung mit starken Passwörtern und, wo angeboten, mit einer zweiten Bestätigung per App. Wer Zugriff auf Ihre Domain-Verwaltung hat, kann im Zweifel Ihre gesamte E-Mail umleiten.
Wer sollte was verwalten?
In vielen kleinen Betrieben hat der frühere Webdesigner oder ein Bekannter die Domain registriert und die Zugangsdaten nie weitergegeben. Das wird spätestens beim Wechsel zum Problem.
Eine gute Aufteilung sieht so aus:
| Baustein | Wer ist Inhaber? | Wer darf technisch verwalten? |
|---|---|---|
| Domain | Ihr Betrieb | Sie und Ihr Dienstleister |
| Hosting | Ihr Betrieb oder Dienstleister mit klarer Vereinbarung | Ihr Dienstleister |
| E-Mail-Postfächer | Ihr Betrieb | Sie, bei Bedarf mit Unterstützung |
| Zugangsdaten | Bei Ihnen hinterlegt | Dienstleister erhält eigenen Zugang |
Wenn ein Dienstleister das Hosting für Sie übernimmt, ist das völlig in Ordnung. Wichtig ist nur, dass Domain und Zugangsdaten bei Ihnen bleiben und Sie jederzeit wechseln können.
Legen Sie eine einfache Übersicht an, in der steht, bei welchem Anbieter Domain, Hosting und E-Mail liegen, wann die Verträge laufen und wer im Betrieb zuständig ist. Diese eine Seite erspart im Ernstfall viel Sucherei.
Was passiert beim Anbieterwechsel?
Ein Wechsel ist kein Hexenwerk, braucht aber Planung, weil drei Dinge gleichzeitig umziehen können:
- Domain: Für einen Wechsel zu einem anderen Anbieter brauchen Sie bei .de-Domains ein Passwort für den Providerwechsel, das sogenannte AuthInfo. Ihr bisheriger Anbieter stellt es aus.
- Website: Die Dateien oder die neue Website werden beim neuen Hosting eingerichtet.
- E-Mail: Bestehende Nachrichten müssen gesichert und übertragen werden, bevor die alten Postfächer gelöscht werden.
Der häufigste Fehler: Die Domain wird umgezogen, aber niemand hat an die E-Mail gedacht. Dann kommen plötzlich keine Anfragen mehr an. Planen Sie den Wechsel deshalb in einer ruhigen Woche und testen Sie danach, ob E-Mails in beide Richtungen funktionieren.
Kündigen Sie den alten Vertrag erst, wenn alles beim neuen Anbieter läuft. Ist eine .de-Domain gar keinem Anbieter mehr zugeordnet, übernimmt DENIC sie vorübergehend und schreibt den Inhaber an. Wer darauf nicht reagiert, riskiert, die Domain zu verlieren.
Brauche ich mehrere Domains?
Meist reicht eine Domain. In einigen Fällen kann eine zweite sinnvoll sein:
- Ihr Betriebsname wird oft falsch geschrieben, etwa mit oder ohne Bindestrich.
- Sie möchten verhindern, dass jemand anderes eine sehr ähnliche Adresse nutzt.
- Sie haben einen alten und einen neuen Namen.
Zusätzliche Domains sollten dann per dauerhafter Weiterleitung auf Ihre Hauptdomain zeigen, nicht eine Kopie der Website ausliefern. Doppelte Inhalte unter verschiedenen Adressen verwirren Besucher und Suchmaschinen.
Wenn Sie sich um Domain, Hosting und Updates nicht selbst kümmern möchten: ZEIGWERK übernimmt Hosting und Pflege für Ihre Website, monatlich kündbar, während die Domain auf Ihren Betrieb registriert bleibt.
Checkliste
- Domain ist auf den eigenen Betrieb registriert
- Inhaberdaten bei der Domain sind aktuell
- Zugangsdaten zu Domain, Hosting und E-Mail liegen im Betrieb vor
- Hosting mit Serverstandort in der EU und https
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Hosting-Anbieter vorhanden
- Funktionsadressen wie info@ eingerichtet
- Zugänge mit starken Passwörtern und Zwei-Faktor-Bestätigung geschützt
Häufige Fragen
Kann ich meine Domain behalten, wenn ich den Webdesigner wechsle?
Ja, wenn die Domain auf Ihren Betrieb registriert ist. Für .de-Domains erhalten Sie vom bisherigen Anbieter ein AuthInfo-Passwort, mit dem der neue Anbieter die Domain übernehmen kann.
Ist eine Freemail-Adresse für meinen Betrieb ausreichend?
Technisch ja, sie wirkt aber weniger professionell und ist nicht an Ihre Domain gebunden. Eine Adresse mit eigener Domain bleibt beim Betrieb, auch wenn Sie den E-Mail-Anbieter wechseln.
Muss das Hosting in Deutschland sein?
Gesetzlich nicht zwingend. Ein Serverstandort in der EU vereinfacht aber den Datenschutz, weil keine Übermittlung in Drittländer erklärt und abgesichert werden muss.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand 2026-10.